Kurzbiographie – Ines Wehner

 

 

Mein bisheriges Leben:

 

Geboren wurde ich 1966 in der damals noch existierenden DDR im tiefsten Sachsen, in Dresden. Hier verbrachte ich die ersten Jahre meiner Kindheit und Schulzeit. Die gelebte Zeit im mittlerweile wieder wunderschönen Dresden prägte mich auf verschiedene Weise sehr nachhaltig.

 

Als ich 10 Jahre alt war, zogen meine Eltern mit mir nach Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Diese Stadt wurde weltweit durch den Anschlag seiner 95 Thesen im Jahre 1517 an die Tür der Schlosskirche von dem Reformator und Professor der Theologie Martin Luther bekannt.

In Wittenberg beendete ich meine Schulzeit, die Lehre als Wirtschaftskauffrau und arbeitete anschließend in einem „volkswirtschaftlichen Betrieb“ mit Exportaufträgen in die ganze Welt in der Finanzbuchhaltung.

 

Da mir als junger Mensch das Büroleben dauerhaft als zu eintönig erschien, suchte ich gedanklich nach Möglichkeiten, in kreativere oder vielleicht sogar aufregendere Jobs zu wechseln. Ein großer Traum dabei war von mir, trotz aller politischer Hürden während meiner Arbeit die Welt kennenlernen zu können. Ziemlich unmöglich im damaligen sozialistischen System, wie ich immer wieder feststellen konnte.

 

Aber schließlich gelang es doch und mein Traum als Weltreisender ging 1986 dank des Hinweises einer Arbeitskollegin auf eine Stellenausschreibung und mit Unterstützung eines guten Nachbarn in Erfüllung. Ich konnte es kaum glauben, so glücklich war ich, als ich nach einem dreiviertel Jahr Wartezeit nach der Bewerbung die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch nach Rostock bei der Deutschen Seereederei (DSR) erhielt.

 

Nach einem dreiwöchigen Training zum Feuerschutzmann, Rettungsbootsführer und zur Stewardess für die Besatzung ging es endlich auf große Reise in die Zielgebiete Asien und Amerika! Als damaliger DDR-Bürger hatte ich ein riesiges Glück, so einen Job bekommen zu haben und dabei auf unseren 6 bis 8monatigen Reisen extrem viel sehen und erleben zu dürfen.

 

Als dann 1989 endlich die Mauer des geteilten Deutschland fiel, befanden wir uns mit dem Schiff gerade im Hafen von Shanghai. Kaum zu glauben, im August bei unserer Abreise aus Rostock war an eine baldige Grenzöffnung noch überhaupt nicht zu denken! Diese letzte Reise auf einem Handelsschiff der DDR wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Wir liefen am 30. Dezember 1989 wieder den Heimathafen Rostock an und in der Zeit unserer Abwesenheit hatte sich im Land so viel verändert!

 

Nach dem Mauerfall galt es für mich, meine Zukunftspläne als Botschaftsmitglied der DDR im Ausland neu zu überdenken und einen krisensicheren Job zu wählen. So landete ich 1990 schließlich bei der Deutschen Bundesbank in Berlin – die Stadt war mittlerweile zu meinem Wohnort geworden – und blieb diesem Institut 21 Jahre lang treu.

 

Aus privaten Gründen zog ich 2011 nach Österreich in das schöne und für mich anfangs etwas spezielle Vorarlberg (Was z. B. ist ein Piefke? 🙂). Hier arbeite ich seitdem hauptberuflich bei der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg in Bregenz als Assistenz des Bereichsleiters Kreditmanagement.

 

2013 wollte ich meinem Berufsleben eine neue Richtung hinzufügen, die mich mit mehr Menschen in direkten Kontakt bringen und bei der ich Menschen auf ihrem persönlichen Weg unterstützen konnte. Ich hatte festgestellt, dass mir das ein Anliegen war, Freude bereitete und ich auf einen eigenen reichhaltigen Lebens-Erfahrungsschatz zurückgreifen konnte.

 

Nach einigen Recherchen begann ich deshalb im gleichen Jahr ein nebenberufliches Studium im Bereich Mentalcoaching, welches ich 2016 an der Paris Lodron Universität Salzburg erfolgreich abschloss. Nach diesem Abschluss als akademischer Mentalcoach meldete ich nebenberuflich das reglementierte Gewerbe als Lebens- und Sozialberater an und arbeite seitdem engagiert und auf Augenhöhe für meine Kunden.